Vespa MP6 Prototipo `45

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Gegen Ende des zweiten Weltkriegs gab Enrico Piaggio den Auftrag an Corradino D’Ascanio, ein simples, robustes, sparsames und elegantes Zweirad zu bauen. Darüber hinaus sollte es einfach zu fahren sein und zwei Personen Platz sowie ausreichenden Schutz vor Verschmutzung bieten.
D’Ascanio war kein großer Freund von Motorrädern, konzipierte aber ein durch und durch originelles Fahrzeug. Dabei nutzte er seine Erfahrung aus dem Flugzeugbau und entwarf ein selbsttragendes Chassis sowie eine Getriebeschaltung, die vom Lenker aus zu bedienen war. Motor und Hinterradführung setzte er als ein Bauteil an das Chassis, so dass ein einzigartiges Konzept entstand. Auch die vordere Radführung erinnerte mit der gezogenen Kurzarmschwinge an das Bugfahrwerk eines Flugzeugs und ermöglichte schnelle Radwechsel.
Der erste Prototyp mit dem Kürzel MP6 hatte noch keinen Namen, als er Enrico Piaggio im September 1945 präsentiert wurde. Dieser rief spontan: „Sie sieht aus wie eine Wespe!“





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